Activity Mitfahrmuseum - Bad Homburg Hessenpark
Mitfahrmuseum

Pünktlich zur Volljährigkeit wuchs das Mitfahrmuseum des Lions Clubs Bad Homburg-Hessenpark bei seiner 18. Durchführung praktisch über sich selbst hinaus. Nie fanden sich mehr Besucher auf dem Schlossplatz am Weißen Turm ein, um die 40 höchst verschiedenen und gleichzeitig äußerst beeindruckenden Old- und Youngtimer zu bewundern. Noch nie meldeten sich so viele Fans der historischen und dennoch sehr neu aussehenden Autos zum Mitfahren auf eine Tour durch Bad Homburg an – nach ersten Schätzungen waren es nahezu 500. Sie alle stiegen strahlend ein und kamen lachend vor Glück zurück.
Noch nie ist es dem Lions Club passiert, dass Kuchen und Würstchen schon gegen 15 Uhr total ausverkauft waren, dabei hatten die Mitglieder mehr Ware besorgt als bisher. Und noch nie wurde, und das ist das entscheidende Ergebnis, so viel Geld eingenommen, neben den Verkäufen auch durch ein gesteigertes Engagement von Sponsoren. Die beiden Spendenempfänger, die Kinderschutzambulanz Frankfurt und die evangelische Jugendhilfe Haus Gottesgabe, werden sich nach der exakten Abrechnung jeweils über einen hohen vierstelligen Spendenbetrag freuen dürfen.
Eine entscheidende Rolle für den großen Erfolg spielte der einzige nicht zu beeinflussende Faktor, das Wetter. Nachdem der Regen an den Tagen davor und danach bestimmend war, herrschte am Sonntag strahlender Sonnenschein bei angenehmen Temperaturen. Damit kamen auch zahlreiche Cabriofahrer, und die Menschen genossen das Mitfahren besonders, etwa im Lagonda von 1935 oder dem Bancroft Roadster inklusive „Schwiegermuttersitz“, einem Strandbuggy, einem Hummer für das Militär, zahlreichen schmucken Sportwagen oder einem VW-Bus T2 – der im Übrigen den Doro-Nickel-Sonderpreis gewann, benannt nach der Erfinderin des Mitfahrmuseums und ausgewählt durch Ingo Bessler, Chef des Hauptsponsors TÜ Taunus.
Die gute Laune war spürbar. Es murrte etwa niemand, als in der Mittagspause die Würstchen erst nach einem Moment Wartezeit ausgegeben werden konnte. Eine Besucherin hielt es sogar gern in der Schlange aus. „Nur nette Leute hier“, lautete ihre Begründung. Untermalt wurde die Veranstaltung vom Alleinunterhalter Joachim mit seiner Gitarre, der von einem ebenfalls historischen Unimog herunter aufspielte und den Ton mit internationalen Klassikern traf.
Moderator Martin Maichle erläuterte fachkundig die verschiedenen Modelle, Lions-Mitglied Dirk Reinmann führte locker durch das Programm. Dabei kamen auch die Kinder nicht zu kurz. Das Haus Gottesgabe fesselte sie mit kreativen Tonarbeiten und selbst zu fertigen Figuten an seinen Stand, der Ambulante Kinder- und Jugenddienst (AKHD) Bad Homburg stattete Arme und Beine mit Glitzertattoos aus.


